Besondere Veranstaltungen

Freitag, 1. Juli 2016 (Ganztägig)

„In Bewegung“ - Louis Braille Festival 2016 in Marburg

Louis Braille Festival 2016, Bildnachweis: Weinreich-DesignFreitag, 1. Juli, bis Sonntag, 3. Juli 2016

Georg-Gassmann-Stadion, Leopold-Lucas-Str. 46, Marburg
Eintritt frei!

Das dritte Louis Braille Festival rückt näher. Vom 1. bis 3. Juli 2016 laden der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) blinde, sehbehinderte und sehende Menschen aus ganz Deutschland nach Marburg ein. In der Universitätsstadt an der Lahn gibt es 2016 gleich doppelten Grund zum Feiern, denn sowohl die blista als auch der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) begehen ihr 100-jähriges Jubiläum.

Louis Braille Festival 2016 – jetzt anmelden!

Noch sind es 15 Monate bis zum Start des dritten Louis Braille Festivals in Marburg, aber bereits jetzt kann man sich anmelden und die besten Zimmer sichern. Die Veranstalter – der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) – möchten damit für ein entspanntes Verfahren sorgen. 800 Betten in Hotels, Pensionen und Herbergen aller Preislagen wurden vom 1. bis 3. Juli 2016 geblockt.

Der ABSV hat darüber hinaus für seine Mitglieder ein komfortables Festivalpaket geschnürt:

2 Übernachtungen im zentral gelegenen 3-Sterne-Hotel "Marburger Hof" in unmittelbarer Nähe zur Elisabethkirche sowie die Hin- und Rückfahrt im bequemen Reisebus kosten pauschal

  • 100,00 Euro pro Person im Einzelzimmer und
  • 70,00 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Auf der Hinfahrt werden Ihnen im Reisebus noch einmal die wichtigsten Programmpunkte in Erinnerung gerufen. Und natürlich lernen Sie dabei auch gleich Ihre Mitreisenden kennen, mit denen Sie sich während des Festivals zu gemeinsamen Unternehmungen verabreden können. Auf der Rückreise lassen wir das Festival noch einmal gemeinsam Revue passieren.

Wer das Angebot des ABSV nutzen möchte, kann sich ab sofort anmelden unter:
Tel.: 030 895 88-0, E-Mail: freizeit@absv.de

Natürlich können Sie auch selbst anreisen und sich über die Kontingente des Festivals eine Übernachtung suchen.

Infos, Anmeldung und Zimmerbuchung (Jugendherbergen und Hostels) im Festivalbüro, Tel.: 06421 606-444, E-Mail: info@dbsv-festival.de
montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr, freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr, www.dbsv-festival.de/anmeldung

Zimmerbuchung (Hotels und Pensionen) bei der Marburg Tourismus und Marketing GmbH, Tel.: 06421 99 12-24, E-Mail: tagungen@marburg.de
montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr

Im Festivalbüro freuen sich Isabella Brawata und Monica Wenz-Ramos auf Anrufe und E-Mails. Sie nehmen nicht nur Anmeldungen entgegen, sondern beantworten auch Fragen aller Art zum Festival und seinem Programm, das Woche für Woche mehr Gestalt annimmt. Besucher mit kleinem Budget können im Festivalbüro Übernachtungsmöglichkeiten in Jugendherbergen und Hostels buchen. Zimmerreservierungen für Hotels und Pensionen nimmt die Marburg Tourismus und Marketing GmbH entgegen – bitte das Stichwort "Louis Braille Festival" nicht vergessen!

Das Programm – vom Tanztee in die Halfpipe

Passend zum Festivalort, dem Georg-Gaßmann-Stadion, lautet das Motto des Festivals "In Bewegung". Es soll nicht nur für sportliche Angebote stehen, sondern auch für vielfältige kulturelle Highlights und die Präsentation der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Barrierefreiheit wird auf dem Festivalgelände ganz groß geschrieben. Die blista erstellt bereits ein taktiles Modell des Stadions und plant die Schulung von zahlreichen Helfern.

Gewisse Programm-"Klassiker" des Louis Braille Festivals dürfen nicht fehlen, beispielsweise der Markt der Begegnung, Blindenfußball, Tischball, Konzerte und Punktschriftlesungen. In Marburg soll aber auch Neues geboten werden – ein Tanztee, Kanufahren, Trampolinspringen und Fahrten auf dem Verkehrsübungsplatz sind in der Planung. Besonders mutige Festivalbesucher können sich in eine Halfpipe stürzen – das ist eine Art Wanne aus Beton, in der man kunstvolle Manöver auf Rollschuhen oder mit dem Skateboard vollziehen kann.

Höhepunkte der drei Festivaltage sind selbstverständlich die großen Abendveranstaltungen. Im Anschluss können Fußballfans beim Public Viewing die Viertelfinalspiele der Fußball-Europameisterschaft verfolgen.

Die Schülerinnen und Schüler der blista und der DBSV-Jugendclub bringen sich in die Programmgestaltung ein und sorgen dafür, dass auch Kinder und Jugendliche Spaß beim Festival haben. Am Freitagnachmittag sind alle Ehemaligen der blista auf den Campus ihrer Schule eingeladen.

An seinem letzten Tag, dem Sonntag, erobert das Festival die Stadt Marburg. Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS), der wie die blista im Festivaljahr seinen 100. Geburtstag feiert, bereitet einen ökumenischen Gottesdienst in der berühmten Elisabethkirche vor und anschließend ein Kulturprogramm mit Jazz. Die Kunsthalle lockt mit einer Ausstellung, die die namhafte Künstlerin Mirja Wellmann im Auftrag der Stadt speziell für und mit blinden und sehbehinderten Menschen konzipiert hat. Weitere Attraktionen sind Führungen in und rund um die Elisabethkirche, in die Stadt und hoch auf das Marburger Schloss. Mehr unter www.dbsv-festival.de

Marburg und die blista

Marburg ist eine der blindenfreundlichsten Städte Deutschlands. Mobilitätshilfen wie Leitsysteme und blindengerechte Ampeln sind im Innenstadtbereich nahezu flächendeckend zu finden. Viele Gebäude bieten Leitstreifen, Tastmodelle oder taktile Grundrisspläne an, Restaurants halten Speisekarten in Blindenschrift bereit.
Blinde und sehbehinderte Menschen gehören zum Marburger Stadtbild und Grund dafür ist vor allem die blista. Aus kleinen Anfängen im Jahr 1916 ist ein auf blinde und sehbehinderte Menschen ausgerichtetes Bildungs- und Hilfsmittelzentrum geworden, mit Gymnasium, Fach- und Berufsschule, dezentralen Internatswohngruppen und Bibliotheken. Zur blista gehört auch die RES, eines der führenden europäischen Reha-Zentren. Die blista steht für Tradition – und Bewegung. Sie war der Startpunkt für viele engagierte blinde und sehbehinderte Menschen, die das Gesicht der Selbsthilfe geprägt haben.

Straßensituation, Blinde und Begleitung gehen über Zebrastreifen