Freizeitangebote im Monat Juli


Ausstellung „Berlin - begreifbar für alle“ verlängert
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat ein Tastmodell der Berliner Innenstadt erstellen lassen, die Ausstellungseröffnung hatten wir be­reits in einem ABSV-Info angekündigt. Diese Ausstellung ist jetzt am selben Ort verlängert worden, so dass noch bis Ende September die Möglichkeit besteht das Modell zu betasten.

Das Modell aus einem Kunststoff-Sand-Gemisch wurde von der Technischen Universität Berlin, Fachbereich Modell und Design, angefertigt. Es umfasst in einer Größe von 1,50 m x 4,00 m den Bereich der Innenstadt zwischen Deutscher Oper und Strausberger Platz sowie zwischen Charité und Mehringplatz im Maßstab 1:2000. Einige markante Bauwerke,wie Siegessäule, Brandenburger Tor, Rotes Rathaus, Reichstagsge­bäude, werden als sogenannte „Lupenmodelle“ größer als die Umgebung dargestellt, sodass die Gebäudeform gut ertastet werden kann. Den ehemaligen Mauerverlauf kann man mithilfe einer taktilen Punktlinie erkennen.

Das Modell ist noch nicht komplett fertig gestellt, es ist weder taktil noch optisch beschriftet und ein ergänzender Audioguide befindet sich noch in Planung. Nicht jeder wird sich also auf Anhieb alleine auf diesem Modell orientieren können, dennoch kann ein Besuch durchaus interessant sein.

Dauer: 11. Februar bis 1. Oktober 2011
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 bis 18.00 Uhr
Ausstellungsort: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergi­sche Straße 6, 10707 Berlin, Ausstellungsraum im Erdgeschoss (Foyer) links
Anfahrt: U Fehrbelliner Platz, Bus Linien 101, 104, 115


Freitag, 1. Juli, 18.00 Uhr
Hörfilmkino in der Urania
„Die Fremde“ (Deutschland, Feo Aladag) mit Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte

Eintritt frei für einen weiteren LUX-Kinoabend in Berlin: Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland zeigt am Freitag, dem 1. Juli 2011, den Gewinnerbeitrag des LUX-Filmpreises 2010. Wir laden Sie herzlich ein, am Freitag, dem 1. Juli 2011, um 18.00 Uhr in der Urania (An der Urania 17, 10787 Berlin) dabei zu sein.

Der Eintritt ist frei. Reservierungen bitte per Telefon unter 22 80 10 00 oder per E-Mail an Veranstaltungen-Berlin@europarl.europa.eu unter Angabe des Namens des Kinobesuchers und der Anzahl der gewünschten Karten.

Der Film „Die Fremde“ (Deutschland, 2009, 119 Minuten): Die 25-jährige Umay flieht mit ihrem kleinen Sohn Cem vor ihrem gewalttätigen Ehemann aus Istanbul in ihre Heimatstadt Berlin. Sie hofft dort auf ein besseres Leben. Aber ihre unerwartete Ankunft führt zu Konflikten in ihrer Familie, die zwischen der Liebe zu ihr und traditionellen Wertvorstellungen hin- und hergerissen ist. Die Familie will Cem zu seinem Vater zurückschicken. Um ihren Sohn zu behalten, lässt Umay auch ihre Familie hinter sich. Sie schafft es, sich ein neues Leben aufzubauen, aber ihr Bedürfnis nach der Liebe und der Anerkennung ihrer Familie veranlas­sen sie zu einer Serie von verunglückten Versöhnungsversuchen. Sie erkennt dabei nicht, wie gefährlich ihr Kampf um Selbstbestimmung ge­worden ist.

Was ist der LUX-Filmpreis? Der LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments soll die europäische Filmindustrie fördern und ihre Kreativität widerspiegeln. Gewinner der letzten Jahre waren die Filme „Auf der anderen Seite“ (2007), „Le silence de Lorna“ (2008), „Welcome“ (2009) und „Die Fremde“ (2010). Der Preis finanziert die Untertitelung in die 23 Amtssprachen der Europäischen Union und die Überarbeitung des Films in eine Fassung für hör- und sehbehinderte Menschen. Zudem wird für jedes Mitgliedsland der EU eine 35-mm-Kopie erstellt beziehungsweise die Verbreitung auf DVD gefördert.

Weitere Informationen zur Vorführung am 1. Juli 2011 finden Sie in Kürze auf: www.europarl.de/LUX2010


Freitag, 1. Juli, und Samstag, 2. Juli, 20.00 Uhr
Ein Querschnitt durch die Klassik
Ort: Philharmonie Berlin, Großer Saal, Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin

Liebe Vereinsmitglieder,
wer nach der interessanten Führung im April durch die Philharmonie dort mal einen ganzen Konzertabend erleben möchte, hat gleich zweimal die Gelegenheit dazu.
Es musizieren 4 Ensembles des Collegium Musicum der Berliner Universitäten FU/TU unter der Leitung von Prof. Manfred Fabricius (der sich mit diesen Konzerten nach 22 Jahren von uns verabschiedet). Das Konzert beginnt mit der „Freischütz“-Ouvertüre von Carl Maria von Weber. Dann kommt der Kammerchor mit „Trois Chansons“ von Claude Debussy und danach treten vier der ehemaligen (bzw. jetzigen) KonzertmeisterInnen des Sinfonieorchesters auf und spielen ein Konzert für 4 Geigen und Or­chester von Antonio Vivaldi. Den Abschluss des ersten Konzertteiles bil­den zwei Werke von Johannes Brahms für Chor und Orchester: „Schick­salslied“ und „Nänie“. Nach der Pause tritt dann das 2. Orchester auf und spielt „Finlandia“ von Jean Sibelius. Es folgt das Sinfonieorchester mit der 9. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch (dauert nur 23 Min.). Der Schluss wird ein ganz besonderes Hör-Erlebnis: Mit allen Chören, Orchestern und vielen Ehemaligen der letzten Jahrzehnte wird aus der sogenannten „Sinfonie der Tausend“ von Gustav Mahler das Finale aus dem letzten Satz aufgeführt.

Die Karten kosten 12,00Euro, Reservierung ab sofort unter Tel. 796 92 20 (falls Sie nur den AB erreichen, bitte unbedingt Telefon-Nr. für evtl. Rückfragen nennen) bzw. unter der E-Mail-Adresse manuela.myszka@web.de möglich. Die Auslieferung erfolgt dann ab Anfang Juni.

Anfahrt: U2 bis Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park; S1, S2, S25 bis Potsdamer Platz; Bus 200 (Philharmonie), M48, M85 (Kulturforum)


Samstag, 2. Juli, 16.00 Uhr
„Vor dem inneren Auge“
Treffpunkt: 15.50 Uhr an der Information der zentralen Eingangshalle zur Gemäldegalerie am Kulturforum in Tiergarten (zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Philharmonie).

Unbekannte Künstler von Heiligenbildern und Bekannte wie z. B. Cranach, Tizian, Vermeer bis in die Moderne zu Matisse werden besprochen. Texte und Musiken erschließen die jeweilige Zeit. Materialbilder, Kontrastzeichnungen, Nachstellungen machen die Bildkompositionen erfahrbar. Stoffmusterpausen und unterschiedliche Stoffproben erlauben das Befühlen von Linien und Strukturen.

Leitung: Heike Hamann
Fahrverbindungen: Haltestelle „Kulturforum“ mit Buslinien M41, 148 oder 200; Haltestelle „Potsdamer Brücke“ mit Buslinie M29 oder Haltestelle Philharmonie mit Buslinie 200. Ferner U- und S-Bahn Potsdamer Platz.
Kosten: Eintritt 3,00 Euro für den Blinden. Die Begleitperson ist, soweit im Schwerbehindertenausweis vermerkt, frei. Der normale Eintrittspreis beträgt 6,00 Euro. Die Führung kostet 9,00 Euro pro Person. Anmeldung: Tel. 266 42 42 42 oder E-Mail: service@smb.museum.de
Teilnehmerzahl: 4 bis 8 Personen


Samstag, 2. Juli, 11.00 Uhr
„Erzähl mir ein Märchen! Von Aschenputtel bis Schneewittchen!“
Führung zum Märchenbrunnen im Park Friedrichshain
Treffpunkt: 10.50 Uhr am Haupteingang Friedenstraße/Am Friedrichshain
(Anschrift: Volkspark Friedrichshain, Am Friedrichshain, 10249 Berlin)

Das Entrée zum Volkspark Friedrichshain, Berlins ältester Grünanlage, bildet eine imposante Brunnenanlage mit steinernen Figuren aus der Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Ob einzelne Skulpturen oder Skulpturengruppen, ob in menschlicher oder tierischer Gestalt, ihre naturalistische Darstellung fordert geradezu zum Tasten auf und erinnert womöglich an längst vergangene Kindheitstage! Entdecken Sie eine Gestalt Ihres Lieblingsmärchens. Könnten Sie es noch erzählen?

Kosten: 6,00 Euro pro Person
Teilnehmerzahl: max. 6 Blinde/Sehbehinderte plus Begleitung
Fahrverbindungen: Bus 200 (Richtung Prenzlauer Berg), Bus 240 und Tram M4 bis Haltestelle Am Friedrichshain, Tram M5, M6, M8 bis Otto-Braun-Straße.
Weitere Informationen, Anmeldung und Leitung: Anja Winter, Tel. 76 76 99 09 (auch AB), E-Mail: tastkunst@gmx.net


Sonntag, 3. Juli,
10. Aktion „Autofahren für Blinde und Sehbehinderte“ mit noch mehr Möglichkeiten – Größte derartige Veranstaltung weltweit

Es ist ein kleines Jubiläum. Vor 20 Jahren fand das erste Autofahren für unseren Personenkreis statt. Damit ging ein Herzenswunsch vieler blinder und sehbehinderter Menschen in Erfüllung, sich selbst einmal hinter das Steuer eines Autos setzen zu können.

In einer Gemeinschaftsaktion mit den Fahrlehrerverbänden Berlin und Brandenburg bietet der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) am Sonntag, dem 3. Juli 2011, diese Möglichkeit an. Ort der Veranstaltung ist das Driving-Center in Groß Dölln, einem Ortsteil von Templin. Das Driving-Center ist das größte europäische Gelände für Fahrtraining.

Die riesige Anlage erlaubt schnelles Fahren sowie Lenk- und Bremsmanöver ohne Risiko. Weit mehr als 50 Fahrlehrer stehen ehrenamtlich mit ihren Fahrschulwagen bereit, um Ihnen dieses Erlebnis zu ermöglichen. Lernen Sie die modernen Techniken der neuen Generation von Autos kennen. Auch LKW werden zum selber fahren bereit stehen. Das Fahrverhalten dieser Fahrzeuggruppe ist ein völlig anderes. Die Zahl der Gänge kann im Vergleich zum PKW doppelt so hoch sein, und die Druckluftbremse bringt ein ganz neues Bremsgefühl mit sich.

Bei aller Freude am Fahren sollte nicht vergessen werden, dass mit dieser Aktion eine einmalige Chance besteht, Fahrlehrer und anwesende Journalisten auf unsere Probleme im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Viele Fahrlehrer, die in den letzten Jahren dabei waren, haben das im direkten Kontakt mit Betroffenen erworbene Wissen bereits im theoretischen Unterricht an ihre Fahrschüler weitergeben können.

Gegenseitiges Verständnis steht im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, Verkehrssicherheit wird groß geschrieben. So wird im Rahmen eines Begleitprogramms auch wieder ein Überschlagfahrzeug zur Verfügung stehen.
Setzen Sie sich auch dort einmal hinter das Steuer und schnallen Sie sich an. Das Fahrzeug wird sich langsam auf den Kopf drehen und Sie erhalten dann Hinweise, wie Sie sich aus dieser „Unfallsituation“ befreien können.

Haben Sie schon einmal auf dem Sozius eines Motorrades gesessen? An diesem Tag werden Sie auch dazu Gelegenheit haben. Ferner können Sie als Beifahrer in einem Quad quer durch das dort sehr hüglige Gelände fahren. Selbst ein Rundflug, der allerdings kostenpflichtig ist, ist möglich.

Wie bei jeder bisher vom ABSV durchgeführten Autofahr-Aktion wird es Dank der Fahrlehrer auch dieses Mal wieder einen Transfer zum Veranstaltungsort geben.

Treffpunkte sind um 8.00 Uhr der Parkplatz des Vereinshauses des ABSV, Auerbacher Str. 7 (Nähe S-Bhf. Grunewald) oder um 8.15 Uhr der Vorplatz des S-Bhf. Oranienburg. Von beiden Treffpunkten werden Sie von Fahrschulwagen oder Bussen abgeholt. Natürlich ist auch die eigene Anfahrt möglich.

Anmeldungen können ab sofort bei Dr. Detlef Friedebold unter Tel. 030/365 53 55 oder per E-Mail an freizeit@absv.de erfolgen. Bitte geben Sie die Gesamtzahl der Teilnehmer und die Zahl der Blinden oder Sehbehinderten sowie deren Begleitpersonen an. Teilen Sie bitte ferner mit, an welchem Treffpunkt Sie sich einfinden werden, oder ob Sie die eigene Anfahrt wählen. Im letzteren Fall sollten Sie vor 9.45 Uhr im Driving-Center eintreffen.

Es wird eine Verpflegungspauschale von 12,50 Euro pro Person erhoben, die einen Imbiss, Getränke und Kaffee und Kuchen vor Ort für alle Teilnehmer beinhaltet. Dazu werden Verpflegungsbons ausgegeben.

Den völlig ehrenamtlich tätigen Fahrlehrern sowie der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860, die die Aktion mit einem Zuschuss finanziell unterstützt, danken wir an dieser Stelle vorab schon einmal ganz herzlich.


Sonntag, 3. Juli, 11.00 Uhr
Führung durch das Deutsche Blinden-Museum
Die Sonntags-Führungen beginnen jeweils 11.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Darüber hinaus hat das Museum jeden Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ins Museum sowie die Teilnahme an der Führung sind kostenfrei, eine Spende wird erbeten. Das Deutsche Blinden-Museum befindet sich in der Rothenburgstraße 14, 12165 Berlin, Nähe U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz. Mehr Infos unter www.blindenmuseum-berlin.de.

An jedem ersten Sonntag im Monat finden im Deutschen Blinden-Museum Führungen durch die Ausstellung statt. Im neu gestalteten Museum in Berlin-Steglitz können sich Interessenten ausführlich über die Entwicklung der Brailleschrift und über das Leben ihres Erfinders informieren. Blinde Besucher können sich mit einem Audioguide selbstständig durch die Ausstellung bewegen und alle Texte der Ausstellung hören. Darüber hinaus können fast alle Vitrinen geöffnet und die Objekte ertastet werden.


Dienstag, 5. Juli, 14.30 Uhr
Vorsicht Trickdiebe!
Treffpunkt: 14.20 Uhr Hardenbergplatz vor der Zookasse (Elefantentor)

Hier wartet ein Bus der Polizei mit 19 Sitzplätzen auf Sie. Nach der Vorstellung werden Sie zum Hardenbergplatz auch wieder zurückgebracht.
Ein spannendes Theaterstück zum Thema „Trickdiebstahl an der Wohnungstür“, welches durch die Mitarbeiter des Polizeiabschnitts 22 inszeniert wird, erwartet Sie. Die Darsteller zeigen in ihrem „Präventionstheater“ die gemeinen und hinterhältigen Vorgehensweisen von Trickdieben und Trickbetrügern und veranschaulichen, wie sich die Gauner das Vertrauen der älteren Mitbürger erschleichen, um diese dann schamlos aus­zubeuten und zu bestehlen.

Die Veranstaltungen finden im Theater Coupé in der Zeit von 15.00 bis 16.45 Uhr statt.

Kosten: Der Besuch des Präventionstheaters sowie der Bustransfer sind kostenlos.
Anmeldung bei Detlef Friedebold, Tel. 365 53 55 (bei Abwesenheit Anrufbeantworter) oder per Mail: freizeit@absv.de


Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an freizeit@absv.de

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