3. Blindenleit- und Orientierungssystem


In Zusammenarbeit mit dem ABSV wurde ein Blindenleit- und Orientierungssystem geplant, welches alle Ebenen verbindet und das Umsteigen erleichtert. Es besteht aus Blindenleitstreifen im Fußboden, die mit dem Stock ertastet werden können. Aufmerksamkeitsfelder aus Noppenplatten auf den Zwischenebenen beziehungsweise aus Riffelblechplatten auf den Bahnsteigen zeigen Treppen, Aufzüge, Abzweigungen oder Richtungsänderungen an. Dieses System erschließt die sechs Panorama-Aufzüge, zwei weitere Aufzüge zu den außen liegenden, unteren Bahnsteigen und 18 ausgewählte Treppen. Insgesamt wurden für das Leitsystem auf den Zwischenebenen rund 970 m Leitstreifen verlegt sowie weitere 5,5 km auf den Bahnsteigen. Im 1. Obergeschoss wurde mittlerweile die Umsetzung unserer ursprünglichen Konzeption durchgeführt und die Gepäckaufbewahrung - aus Sicherheitsgründen gibt es keine Schließfächer - und die Bahnhofsmission nachträglich an das Leitsystem angeschlossen. Die zugehörigen Braillebeschriftungen sind ebenfalls bereits montiert. Auch der in Kürze neu eröffnete U-Bahnsteig ist über das 1. Untergeschoss über das Leitsystem erreichbar.

Vor den Panorama-Aufzügen der Halle befinden sich halbhohe Säulen, die bei Betätigung des Anforderungsknopfes Informationen zu dem Aufzug und zum Standort ansagen. Hier wird angegeben, welche Bahnsteige der jeweilige Aufzug verbindet und welche Serviceeinrichtungen in den Zwischenebenen liegen. In den Aufzügen erfolgen Ansagen mit Informationen zu den Ebenen, die gerade angefahren werden. Bei den beiden Aufzügen zu den unteren Regionalbahnsteigen befinden sich diese Anforderungs- und Informationsknöpfe in der Wand rechts neben der Aufzugstür.
Die Handläufe der an das Leitsystem angeschlossenen Treppen sind an allen vier Enden mit Orientierungshinweisen in Punktschrift versehen. Am Beginn der Treppe wird immer eine Grobinformation geliefert und am Ende die zugehörige Detailinformation.

Als Beispiel sei hier die Treppe vom 1. Untergeschoss zu den Gleisen 5 und 6 im 2. Untergeschoss dargestellt. Am Beginn der Treppe zu den Gleisen hin führend steht die Information:

      gleise 5, 6

Am Ende der Treppe heißt es dann:

      gleis 5: rechts - gleis 6: links

Vom Bahnsteig kommend gibt es zunächst die Grobinformation:

      fern, regio, s, u, halle, info, ausgang

Am Ende der Treppe wird dann zunächst der Standort genannt, gefolgt von den Informationen zum Erreichen der Ziele oder weiterführender Treppen:

      ebene untergeschoss 1
      halle, info, ausgang: rechts, treppe auf
      gleise 5-1: rechts; u: links-rechts-links
      gleise 7, 8, tram: links-links

Kurze Informationen wie Gleisangaben werden ebenfalls in taktiler Schwarzschrift, der so genannten Prismenschrift, dargestellt. Gebräuchliche Abkürzungen sind hierbei: L für links, R für rechts, S für S-Bahn und U für U-Bahn. Für Auswärtige noch der Hinweis, dass die Straßenbahn mit Tram bezeichnet wird. Vom ABSV wurden für diese 74 Schilder sämtliche Texte entworfen, die auf Grund der Vielzahl an benötigten Informationen zum Teil sehr umfangreich sind.

Maßnahmen für Sehbehinderte werden im Kapitel "Weitere Hilfen und Gefahrenpunkte" dargestellt, das nach der Erläuterung des Gebäudeaufbaus folgt.

zurück: Übersicht
weiter: Aufbau des Bahnhofs von unten nach oben

 


 Inhaltsverzeichnis     Aktuelles     Spenden     Presse     Links     Kontakt     Startseite     BWS    Stiftung    Impressum

E-Mail