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In Zusammenarbeit mit dem ABSV wurde ein Blindenleit- und Orientierungssystem
geplant, welches alle Ebenen verbindet und das Umsteigen erleichtert.
Es besteht aus Blindenleitstreifen im Fußboden, die mit dem Stock
ertastet werden können. Aufmerksamkeitsfelder aus Noppenplatten
auf den Zwischenebenen beziehungsweise aus Riffelblechplatten auf den
Bahnsteigen zeigen Treppen, Aufzüge, Abzweigungen oder Richtungsänderungen
an. Dieses System erschließt die sechs Panorama-Aufzüge,
zwei weitere Aufzüge zu den außen liegenden, unteren Bahnsteigen
und 18 ausgewählte Treppen. Insgesamt wurden für das Leitsystem
auf den Zwischenebenen rund 970 m Leitstreifen verlegt sowie weitere
5,5 km auf den Bahnsteigen. Im 1. Obergeschoss wurde mittlerweile die
Umsetzung unserer ursprünglichen Konzeption durchgeführt und
die Gepäckaufbewahrung - aus Sicherheitsgründen gibt es keine
Schließfächer - und die Bahnhofsmission nachträglich
an das Leitsystem angeschlossen. Die zugehörigen Braillebeschriftungen
sind ebenfalls bereits montiert. Auch der in Kürze neu eröffnete
U-Bahnsteig ist über das 1. Untergeschoss über das Leitsystem
erreichbar.
Vor den Panorama-Aufzügen
der Halle befinden sich halbhohe Säulen, die bei Betätigung
des Anforderungsknopfes Informationen zu dem Aufzug und zum Standort
ansagen. Hier wird angegeben, welche Bahnsteige der jeweilige Aufzug
verbindet und welche Serviceeinrichtungen in den Zwischenebenen liegen.
In den Aufzügen erfolgen Ansagen mit Informationen zu den Ebenen,
die gerade angefahren werden. Bei den beiden Aufzügen zu den unteren
Regionalbahnsteigen befinden sich diese Anforderungs- und Informationsknöpfe
in der Wand rechts neben der Aufzugstür.
Die Handläufe der an das Leitsystem angeschlossenen Treppen sind
an allen vier Enden mit Orientierungshinweisen in Punktschrift versehen.
Am Beginn der Treppe wird immer eine Grobinformation geliefert und am
Ende die zugehörige Detailinformation.
Als Beispiel sei hier die
Treppe vom 1. Untergeschoss zu den Gleisen 5 und 6 im 2. Untergeschoss
dargestellt. Am Beginn der Treppe zu den Gleisen hin führend steht
die Information:
gleise 5, 6
Am Ende der Treppe heißt es dann:
gleis 5: rechts - gleis 6: links
Vom Bahnsteig kommend gibt es zunächst die Grobinformation:
fern, regio, s, u, halle, info,
ausgang
Am Ende der Treppe wird dann zunächst der Standort genannt, gefolgt
von den Informationen zum Erreichen der Ziele oder weiterführender
Treppen:
ebene untergeschoss 1
halle, info, ausgang: rechts, treppe
auf
gleise 5-1: rechts; u: links-rechts-links
gleise 7, 8, tram: links-links
Kurze Informationen wie Gleisangaben werden ebenfalls in taktiler Schwarzschrift,
der so genannten Prismenschrift, dargestellt. Gebräuchliche Abkürzungen
sind hierbei: L für links, R für rechts, S für S-Bahn
und U für U-Bahn. Für Auswärtige noch der Hinweis, dass
die Straßenbahn mit Tram bezeichnet wird. Vom ABSV wurden für
diese 74 Schilder sämtliche Texte entworfen, die auf Grund der
Vielzahl an benötigten Informationen zum Teil sehr umfangreich
sind.
Maßnahmen für
Sehbehinderte werden im Kapitel "Weitere Hilfen und Gefahrenpunkte"
dargestellt, das nach der Erläuterung des Gebäudeaufbaus folgt.
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