5. Weitere Hilfen und Gefahrenpunkte


Vor sämtlichen Innentreppen sind Aufmerksamkeitsfelder aus Rillenplatten vorhanden, die vor den Treppen warnen sollen. Leider sind sie überwiegend mit einem problematischen Kontrast ausgeführt. Die sich daraus ergebenden Scheinstufen sowie die vielen nicht korrekt verlegten Aufmerksamkeitsfelder im Leitstreifen wurden von uns bereits in der Planungsphase bemängelt, sind aber in der späteren Ausführung nicht geändert worden. Die Stufenkanten der ersten und letzten Stufen sind mit einem Kontraststreifen für Sehbehinderte markiert - hier hatten wir eine Kennzeichnung aller Stufen gefordert, konnten uns damit aber bei der DB nicht durchsetzen. Die Taster der Aufzüge sind mit Punktschrift und taktiler Schwarzschrift oder taktilen Symbolen versehen. Die Beschilderungen entsprechen weitgehend den Bahnstandards mit ihren bekannten Mängeln für Sehbehinderte. Sie konnten leider nicht nach unseren Wünschen optimiert werden. Die starken Spiegelungen an den Fahrtzielanzeigern sind ebenfalls zu kritisieren, hier wurde unser Vorschlag eines leicht geneigten Einbaus nicht umgesetzt.

Ein großer Gefährdungspunkt waren bisher die Treppen der unteren Bahnsteige, sie konnten von der Rückseite unterlaufen werden. Mittlerweile wurde auf unser Bestreben dieser Gefahrenpunkt beseitigt, die Gepäckkarren unter den Treppen platziert und am Boden eine Tastleiste montiert. Ob diese ausreichend hoch für pendelnde Stöcke ist, muss sich noch in der Praxis erweisen.

Wenn man auf den unteren Bahnsteigen zu dicht an der Bahnsteigkante steht, ist die Kante nicht vom tiefer liegenden Belag neben den Gleisen zu unterscheiden. Sehbehinderte sollten daher unbedingt einen ausreichenden Abstand einhalten und sich an dem kontrastreichen Blindenleitstreifen orientieren. Aus dieser Entfernung hebt sich die Kante auch erkennbar vom dunkleren Belag zwischen den Gleisen ab.

Auch die Seitenausgänge im 1. Obergeschoss, die zum Teil zu Terrassencafés führen, sollten mit Vorsicht begangen werden. Hier schließen in einigen Bereichen unmittelbar Freitreppen an, bei denen die Stufenkanten nicht markiert sind und auch kein Aufmerksamkeitsfeld vorhanden ist. Eine Stufenkantenmarkierung ist uns zugesagt worden, die geplante Ausführung aber noch nicht bekannt.

Der ABSV bemüht sich auch weiterhin um eine Nachbesserung der hier erwähnten - und auch weiterer - Kritikpunkte im Dialog mit dem Bahnhofsmanagement.

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