Presse

Gern stehen wir für Anfragen von Journalisten oder interessierten Personen zur Verfügung, die mehr über das Leben und die Probleme blinder und sehbehinderter Menschen erfahren möchten.

Informationen zu wichtigen Themen sowie zu häufigen Fragen finden Sie in unserer Infothek.

Kontakt:
Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 895 88-123
E-Mail: paloma.raendel[at]absv.de


Aktuelle Pressemitteilung:

17.08.2017 Blinde und Sehbehinderte bei Befragung zum zukünftigen Nahverkehr ausgeschlossen

Derzeit wird in Berlin viel über das geplante Mobilitätsgesetz diskutiert. Die zentrale Frage nach der zukünftigen primären Fortbewegung auf der Straße – per Auto oder Fahrrad – ist für blinde und sehbehinderte Menschen nicht unwichtig, aber dennoch sekundär, schließlich können sie diese Verkehrsmittel, abgesehen von Tandems, nicht aktiv nutzen. Für die rund 25.000 sehbeeinträchtigten Menschen in Berlin ist und bleibt auch zukünftig der ÖPNV Verkehrsmittel Nummer Eins.

Umso befremdlicher ist es, dass gerade diese Gruppe bei einer Befragung zur Verbesserung des ÖPNV ausgeschlossen wird. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erforscht das Center Nahverkehr Berlin (CNB) Klimaschutz im Rahmen einer groß angelegten Internetbefragung, wie sich die Berlinerinnen und Berliner ihren künftigen Nahverkehr vorstellen. Die Senatsverwaltung betont in ihrer Pressemitteilung, dass „die Sicht der Fahrgäste, ihre Bedürfnisse, Wahrnehmung und Anforderungen … dabei einen hohen Stellenwert (haben).“ Nur an blinde Fahrgäste hat man dabei offenbar nicht gedacht, denn das Onlineformular ist von Menschen, die auf einen Screenreader angewiesen sind, nicht bedienbar.

„Weil uns die Teilnahme aus technischen Gründen nicht möglich ist, fühlen wir uns ausgeschlossen“, konstatiert Manfred Scharbach, Geschäftsführer des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV), und ergänzt: „Der Senat muss nicht nur selbst den gesetzlichen Vorgaben gerecht werden, sondern auch in Ausschreibungen und bei der Vergabe von Aufträgen Barrierefreiheit verlangen, sonst wird Inklusion zur Phrase verkommen.“

Hintergrund:

Umfrage: www.oepnv-umfrage.cnb-online.de

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: http://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/oepnv/nahverkehrsplan/de/fortschreibung.shtml

Gesetze und Verordnungen: Behindertengleichstellungsgesetz, Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung - BITV 2.0, E-Government-Gesetz Berlin

 

Pressekontakt:

Paloma Rändel, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030 895 88-123, Fax 030 895 88-99, E-Mail: paloma.raendel[at]absv.de
Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)
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Frau mit Brille liest Zeitung mit Sehhilfe