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Senatorin Knake-Werner: |
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Berliner Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner spricht sich für
den Erhalt des Blindengeldes aus und bezieht damit eine Gegenposition
zum Modell der niedersächsischen Sozialministerin Ursula von der
Leyen (CDU), die das Blindengeld abschaffen möchte. In einer Erklärung
der PDS-Senatorin, die heute vom Vorsitzenden des Allgemeinen Blinden-
und Sehbehindertenvereins Berlin, Dr. Manfred Schmidt, bei einer Mahnwache
vor dem Roten Rathaus verlesen wurde, heißt es:
"Gerade Menschen mit Behinderungen brauchen die Solidarität unserer Gesellschaft. (...) Blind zu sein darf nicht bedeuten, automatisch von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein. (...) Der Verlust der Sehkraft wirkt sich auf jede einzelne Betätigung aus. Ob im Haushalt, beim Lernen oder Arbeiten: bei der Bewältigung des ganz normalen täglichen Lebens ist der blinde Mensch auf die Hilfe anderer Menschen und die Hilfe technischer Geräte angewiesen. Das Blindengeld hilft dabei, Nachteile durch die Blindheit auszugleichen, beiseitigen lassen sich diese Nachteile nicht. Das Blindengeld ist gleichwohl sehr wichtig, um den Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. (...) Ein Blindengeld nur für Bedürftige würde mit dem Prinzip des Nachteilsausgleichs für behinderte Menschen brechen." Hintergrund: Die niedersächsische
Sozialministerin Ursula von der Leyen plant die Abschaffung des Blindengeldes
zum 1. Januar 2005. Blinde Menschen sollen die Kosten für ihre
Behinderung selbst tragen - so lang, bis sie die Voraussetzungen für
den Bezug von Sozialhilfe erfüllen. Mehr Infos unter www.blindengeld-muss-bleiben.de Pressekontakt: Volker Lenk, ABSV Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 030 - 895 88 123 |
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