Zitate zur unsicht-Bar Berlin


Manfred Scharbach, Geschäftsführer des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin gegr. 1874 e. V. sowie Geschäftsführer und Initiator der unsicht-Bar Berlin:

"Wir verfolgen zwei Ziele mit der unsicht-Bar Berlin. Zum einen ist uns daran gelegen, Sehenden einen unvergesslichen Abend zu bereiten, indem wir sie einladen, in völliger Dunkelheit Kultur und gutes Essen zu genießen. Zum anderen wollen wir Blinden die Möglichkeit geben, ihren eigenen Lebensunterhalt auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verdienen."

"Sinn der unsicht-Bar ist es nicht, den Sehenden zu demonstrieren, wie es ist blind zu sein, sondern ihnen außergewöhnliche Erlebnisse zu ermöglichen. Schmecken, Riechen, Hören und Fühlen gewinnen in der Dunkelheit an unerwarteter Intensität. Wertvolle Selbsterfahrungen können dadurch angestoßen werden."

"Wenn wir von Dunkelheit reden, dann meinen wir absolute Finsternis. Kein Gast wird aber hilflos in diese Finsternis geschickt. Während seines Aufenthaltes in der unsicht-Bar stehen ihm blinde und sehbehinderte Kellner zur Seite. Sie begleiten ihn in das dunkle Restaurant, servieren das Menü und die Getränke und halten sich immer in seiner Nähe auf, so dass sie jederzeit gerufen werden können."

Jürgen Lubnau, Geschäftsführer des Blindenhilfswerks Berlin sowie Geschäftsführer und Initiator der unsicht-Bar Berlin:

"Im Dunkelrestaurant und in der Dunkelbühne arbeiten 22 Blinde und Sehbehinderte im Servicebereich. Damit ist die unsicht-Bar nicht nur als Berliner Veranstaltungsort einmalig. Erstmals seit Jahrzehnten konnte in Berlin eine so große Anzahl an Arbeitsplätzen für Blinde und Sehbehinderte geschaffen werden."

"Das traditionelle Blindenhandwerk verliert immer mehr an Bedeutung. Daher suchen die Selbsthilfevereine der Blinden und Sehbehinderten ständig nach neuen, innovativen Arbeitskonzepten. Die unsicht-Bar in Köln hat uns überzeugt, so dass wir schnell mit deren Initiator, Dr. Axel Rudolph, ins Gespräch gekommen sind. Wir freuen uns, dass hier in Berlin erstmalig ein Dunkelrestaurant als eine Initiative der Blindenszene entstanden ist - und dann auch gleich noch mit einer Dunkelbühne dazu!"

"Die Dunkelbühne als ein separater Raum ausschließlich für kulturelle Veranstaltungen im Dunkeln ist unseres Wissens einmalig. Bei der Entwicklung des Programms haben wir echte Pionierarbeit geleistet, es gab einfach nichts, auf dass wir hätten zurückgreifen können."

Dr. Axel Rudolph, Geschäftsführer und Initiator der unsicht-Bar Köln, des ersten Dunkelrestaurants in Deutschland:

"Ich kann mir die unsicht-Bar in jeder Großstadt in Deutschland vorstellen und bin sicher, dass über Berlin hinaus sehr bald noch weitere Niederlassungen entstehen werden. Die begeisterten Reaktionen unserer Gäste zeigen, dass wir nicht nur Spaß und Abenteuer bieten, sondern wertvolle und unvergessliche Selbsterfahrungen anstoßen."

"Die Erfolgsvoraussetzung für ein Franchising der unsicht-Bar auf breiter Basis ist letztendlich ihre Wirtschaftlichkeit. In Köln ist das Konzept aufgegangen. Wir haben bewiesen, dass man mit der unsicht-Bar Geld verdienen kann."

"Die unsicht-Bar ist nicht einfach ein Restaurant ohne Licht. Vielmehr ist sie eine Inszenierung. Die Art des Service, die fühlbare Möblierung, die Art, Abfolge und Temperatur der Speisen, die Musik und Raumakustik, selbst die Sitzordnung, all das bildet ein gestaltetes Ganzes. Unsere Gäste spüren dies genau. Sie nutzen diesen Anker, um ihre eigenen Vorstellungswelten zu entfalten und zu genießen."

Die unsicht-Bar Berlin befindet sich in der Gormannstraße 14 in Berlin-Mitte, der Informations- und Reservierungsservice ist unter Telefon 030 / 24 34 25 00 zu erreichen.

 

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