Wo die Fahrstühle sprechen können
Tag der offenen Tür in Blindenwohnstätten


Berliner Woche vom 18.04.2007

Berlin. Am 22. April öffnen die Blindenwohnstätten Berlin von 10 bis 17 Uhr ihre Türen der interessierten Öffentlichkeit. Zu den Blindenwohnstätten Berlin gehören die Häuser in der Niederneuendorfer Allee 6-9 in Spandau und in der Berliner Allee 193-197 in Weißensee. Beide Häuser bieten jeweils 100 blinden und sehbehinderten Senioren ein sicheres und vertrautes Zuhause. In der Spandauer Einrichtung gibt es zusätzlich noch Plätze für 20 blinde und sehbehinderte jüngere Menschen, die mehrfach behindert sind.

Die Wohn- und Pflegeheime sind blinden- und sehbehindertengerecht ausgestaltet. So sind z.B. alle Räume mit tastbaren Zeichen gekennzeichnet, die Aufzüge verfügen über eine Ansage, die Räume werden blendfrei ausgeleuchtet, die Treppenstufen sind besonders gekennzeichnet und gesichert. Der Tag der offenen Tür bietet die Möglichkeit, sich im Gespräch mit dem Personal und den Heimbewohnern einen Eindruck darüber zu verschaffen, was es heißt, blinden- und sehbehindertengerecht zu wohnen. Jeweils um 11 und 15 Uhr besteht in simulierten Fallsituationen die Möglichkeit, sich in die Lager der blinden und sehbehinderten Bewohner hineinzuversetzen, zum Beispiel beim Essen, beim Treppensteigen oder bei der Orientierung im Raum mit verbundenen Augen.

Besucher können ab 10 Uhr direkt zu einem der beiden Häuser kommen. Zum Pendeln zwischen den Einrichtungen steht ein Busshuttle bereit.

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