Senats-Plan: Weniger Geld für Sehbehinderte


BZ, 22.07.2003

Berlin - Für Berlins Sehbehinderte wird's jetzt bitter: Der Senat will ihnen das Blindengeld kürzen - um bis zu 50 Prozent!
Das bedeutet für die rund 5000 Blinden und 17.000 Sehbehinderten weitere Einschränkungen und damit Verlust an Lebensqualität.
Denn ohne Hilfe geht es oft nicht. Doch die kostet. Deshalb erhält z. B. ein hochgradig Sehbehinderter (Sehstärke unter 5 %) monatlich 239 Euro Blindengeld. Aber: "Künftig sollen es nur noch 117 Euro sein", schlägt Volker Lenk vom Blinden- und Sehbehindertenverein ABSV Alarm. Er warnt: "Viele müssen dann z. B. auf dringend erforderliche Begleit-Personen verzichten."
Schlimmstenfalls heißt das: Gefangen in der eigenen Wohnung! Lenk: "Weniger Blindengeld bedeutet weniger Gleichberechtigung!"
Die Sozialbehörde weist diesen Vorwurf zurück: Bei Landespflegeleistungen (u. a. Blindengeld) zahle Berlin trotz Haushaltsmisere bislang noch immer mehr, als jedes andere Bundesland. Das Niveau solle nun angepasst werden.
Der ABSV protestiert, startet jetzt eine Unterschriftenaktion. Infos unter: "www.absv.de" und Tel. 895 88-0.

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Protestaktion Blindengeld

 


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