Aufruf zum „Wiener Mobilitätsmarathon“ und Unterstützung für Film und Forschung
ABSV-Info 19/2026 vom 19.03.2026
Wiener Mobilitätsmarathon
Vom 17. bis 21. August 2026 bietet das Blindenhilfswerk Berlin mit einem „Wiener Mobilitätsmarathon“ vier Teilnehmenden ein ganz besonderes Mobilitätstraining in der österreichischen Hauptstadt an. Vermittelt werden praxisnah Strategien zur sicheren Orientierung auf unbekanntem Terrain. Schwerpunkte sind unter anderem Klicksonar, alltagsnahe Mobilitätstechniken sowie der Einsatz digitaler Hilfsmittel und Navigations-Apps. Durch das Programm führt der Mobilitäts- und Klicksonartrainer Juan Ruiz. Mit seiner Erfahrung und motivierenden Art bietet das Training den Teilnehmenden die Chance, eigene Grenzen zu erweitern und über sich hinauszuwachsen. Die Übungen finden in unterschiedlichen städtischen und naturnahen Umgebungen statt.
Kosten pro Person: 300,00 Euro (darin enthalten: Sehende 1:2-Begleitung, 4 Hotelübernachtungen im Einzelzimmer inklusive Frühstück, 3 volle Trainingstage mit Juan Ruiz, Eintrittsgelder und Fahrkarten im Rahmen des Programms)
Anmelden können sich volljährige Personen, die gesetzlich blind sind. Bei dem Training geht es um Orientierung ohne visuelle Hilfe, Teilnehmende sollten daher bereit sein, weite Teile des Trainings unter der Augenmaske zu arbeiten. Zwischen allen Interessierten findet ein Auswahlverfahren statt.
Anmeldeschluss: 31.03.2026
Infos und Anmeldung bei Nadine Perstrup:
Telefon: 030 790 13 99-16
E-Mail: n.perstrup@blindenhilfswerk-berlin.de
Unterstützung für Film und Forschung gesucht
Sensibilisierung für Kurzfilm
Ein junger Filmemacher plant einen Kurzfilm über einen blinden Menschen, der durch eine fiktionale Operation wieder sehen kann. Um das Leben und Erleben von blinden oder sehbehinderten Personen möglichst realistisch und respektvoll darzustellen, sucht er den Austausch mit einer betroffenen Person, um Einblicke in deren Alltag und Perspektive zu gewinnen.
Kontakt:
Darian Krämer, E-Mail: kraemerdarian0509@gmail.com
Umfrage zu Dark Patterns
Im Rahmen einer Bachelorarbeit wird untersucht, wie sogenannte „Dark Patterns“ – also manipulative Designmuster im Internet, die Kaufentscheidungen beeinflussen sollen – auf Menschen mit Sehbeeinträchtigung wirken. Gesucht werden Betroffene, die regelmäßig digitale Angebote nutzen und bereit sind, in einem 20–30-minütigen Interview ihre Erfahrungen zu teilen. Die Teilnahme ist anonym und dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.
Kontakt:
Tanja Haertl, E-Mail: tanja.haertl@iu-study.org
Interviews zu Resilienz vor Ableismus
Für eine Masterarbeit wird erforscht, wie Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung mit ableistischen Erfahrungen (Diskriminierung) umgehen und kollektive Resilienz (Widerstandskraft) entwickeln. Dafür werden erwachsene Betroffene gesucht, die in einem etwa 60-minütigen Online-Interview ihre persönlichen Erlebnisse und Bewältigungsstrategien schildern. Die Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.
Kontakt:
Dorota Dahlmann,
E-Mail: dorota.dahlmann@studium.fernuni-hagen.de