Schluss mit dem wilden Abstellen von E-Scootern – Petition gestartet
ABSV-Info 31/2026 vom 07.05.2026
Am 06.05.2026 hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt per Pressemitteilung ihre Sharing-Strategie bis 2035 vorgestellt. Demnach sind bis zu 3.000 Stationen geplant, an denen Leihfahrzeuge – darunter auch E-Scooter – geparkt und entliehen werden können. Das sogenannte „Free-Floating“, also das Abstellen der Scooter an beliebigen Orten im öffentlichen Raum, soll beendet werden.
Dieses Ziel – Schluss mit dem wilden Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen – verfolgt auch der ABSV seit Jahren. Im vergangenen Jahr haben wir dies bereits im Rahmen unseres Klageverfahrens deutlich gemacht und in diesem Jahr erneut in persönlichen Gesprächen mit der Verkehrssenatorin, dem Staatssekretär sowie Mitarbeitenden der Verkehrsverwaltung bekräftigt.
Dass der Senat einen Umsetzungszeitraum bis 2035 vorsieht, ist aus unserer Sicht unverständlich, enttäuschend und nicht akzeptabel. Blinde und sehbehinderte Menschen, ältere Menschen sowie viele weitere Fußgängerinnen und Fußgänger sind tagtäglich durch abgestellte oder umgestürzte E-Scooter gefährdet. Es ist nicht hinnehmbar, dass diese Situation noch fast ein weiteres Jahrzehnt andauern soll.
Gemeinsam mit dem Fachverband Fußverkehr Fuss e. V. arbeiten wir deshalb an einem Bündnis aus Sozial-, Behinderten- und Seniorenorganisationen, um ein schnelleres Ende des Free-Floatings durchzusetzen. Die derzeitigen Sondernutzungsvereinbarungen des Senats mit den Verleihfirmen laufen zum 31. März 2027 aus. Spätestens dann muss Schluss sein mit dem unkontrollierten Abstellen von Leih-Scootern auf Gehwegen. Die Zahl der Leihfahrzeuge muss sich künftig an den tatsächlich vorhandenen Abstellflächen orientieren.
Zusätzlichen Nachdruck erhält diese Forderung durch eine Petition, die nach dem tragischen Unfalltod einer jugendlichen E-Scooter-Fahrerin von einer Physiotherapiepraxis gestartet wurde. Auch sie fordert das sofortige Ende des Free-Floatings und klare Regeln für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum.
Das ist das Ziel der Petition:
„Wir fordern den Berliner Senat auf, das derzeitige „Free-Floating“ System für Leih-E-Scooter sofort zu beenden und die Anzahl der Geräte drastisch zu reduzieren. E-Scooter dürfen nur noch an festen, kontrollierten Stationen gemietet und abgegeben werden. Die Altersprüfung und Sicherheitsmechanismen müssen verschärft werden, um die missbräuchliche Nutzung durch Kinder und Jugendliche zu verhindern.“
Bitte unterstützen Sie diese Forderung und unterzeichnen Sie die Petition „Sicherheit vor Profit! Stopp dem Scooter-Chaos in Berlin – Unsere Kinder schützen!“