Workshop „Magier der Farbe“ und weitere Hinweise zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
ABSV-Info 09/2026 vom 26.01.2026
Mit dem Workshop „Magier der Farbe“ erinnert die Deutsche Hörfilm gGmbH anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus an den expressionistischen Maler Rudolf Levy (1875 Stettin bis 1944 Auschwitz).
Samstag, 31.01.2026, 14:00 bis 16:00 Uhr
in der Deutschen Hörfilm gGmbH, Fasanenstraße 28, 10719 Berlin
(U-Bahn U1 und Busse 109, 110, M19, M29, X10 bis Uhlandstraße)
Nach Anfangsjahren in Paris feierte Rudolf Levy große Erfolge in Berlin, wo er zur schillernden Künstlerboheme der 20er Jahre gehörte. Bereits im April 1933 floh Levy als jüdischer Künstler aus dem nationalsozialistischen Deutschland, sein Exil führte ihn auf eine Odyssee durch Europa und die USA. 1944 wurde er in Florenz von der Gestapo gefasst, nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein im italienischen Exil geschaffenes Spätwerk, vor allem Stillleben, zeichnet sich durch faszinierende leuchtende Farben aus.
Die Teilnehmenden des Workshops betrachten und beschreiben Bilder des Malers. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung per E-Mail: veranstaltungen@hoerfilm.de
Weitere Termine und Hinweise:
Im ABSV-Info 06/2026 haben wir bereits auf die Veranstaltungen des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen hingewiesen: die Ausstellung mit Podiumsdiskussion und Ausstellungsführung am 27.01.2026 sowie die Kranzniederlegung am 28.01.2026.
Einen tiefen Einblick in die Geschichte gewährt die aktuelle Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin „Geschichte hören. Claude Lanzmanns Interviews zum Holocaust“. Sie macht die zahlreichen Gespräche öffentlich, die der französische Filmemacher und Chronist in den 1970er-Jahren mit Überlebenden des Holocaust, Täter*innen und Zeitzeug*innen geführt hat. Am Donnerstag, 19.02.2026, findet von 15:00 bis 17:00 Uhr eine inklusive Audio-Führung statt.
Am Samstag, 28.02.2026, findet von 13:00 bis 14:30 Uhr im Deutsches Historisches Museum eine Führung mit Objektbeschreibungen durch die Ausstellung „Roads not taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ statt zu Wendepunkten der Deutschen Geschichte, die sich auch anders hätte entwickeln können. Die Führung enthält eine Bildbeschreibung und taktile Umsetzung des Gemäldes „Selbstportrait im Versteck“ des jüdisch-deutschen Malers Felix Nussbaum (1904 Osnabrück bis 1944 Auschwitz). Die barrierefreie Ausstellung kann auch ohne Termin besucht werden.
Auch die folgenden Ausstellungen können ohne einen speziellen Führungstermin besucht werden, durch taktile Leitsysteme, Tastmodelle und Audioguides sind sie barrierefrei zugänglich:
„Alles über Anne“ im Anne Frank Zentrum, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt sowie die Dauerausstellung „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“ im Haus der Wannsee-Konferenz.