ABSV-Info 105/2019 - Woche des Sehens ging mit Protest zu Ende

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Liebe Leserinnen und Leser, 

einige Dutzend Mitglieder des ABSV, unterstützt von einem Vertreter von Fuss e. V. sowie Mitgliedern der Behindertenbewegung, forderten zum Abschluss der Woche des Sehens, dass Verwaltungen, Betriebe und Dienststellen des Landes Berlin und der Bezirke, aber auch Autovermieter und Carsharing-Unternehmen, ihre lautlosen Elektro-Fahrzeuge mit einem Warngeräusch (AVAS) ausstatten.  

Vielen Dank an alle, die unserem Aufruf gefolgt sind und zum Erfolg der Aktion beigetragen haben. Die freundlichen Polizeibeamten, die zur Unterstützung unserer angemeldeten Versammlung gekommen waren, sowie Passanten haben großes Verständnis für unser Anliegen signalisiert. Die Forderungen auf den vielen Plakaten, darunter auch welche in Ohrenform, haben für Aufklärung und Aufsehen gesorgt.

Anschließend zogen viele Mitglieder zur nahe gelegenen Haltestelle des 300er Busses, um sich von dem Warngeräusch der auf dieser Linie verkehrenden Elektrobusse der BVG zu überzeugen – doch es war leider nichts zu hören.

Die rbb-Abendschau hat über unsere Aktion berichtet. Der Beitrag ist noch etwa eine Woche nachzuhören ab der 11. Minute auf der Abendschau-Seite unter
www.rbb-online.de/abendschau/
oder ab Minute 00:01:45 im rbb-Archiv unter
www.rbb-online.de/abendschau/videos/20191015_1930/Nachrichten_eins.html

Unsere Aktion wurde auch auf Twitter rege wahrgenommen und hat uns neue Sympathisanten beschert. 

Die Protestaktion in Berlin war gemeinsam mit rund 20 ähnlichen Aktionen in Deutschland Teil und Abschluss der bundesweiten Kampagne „Elektrisch fahren tut hörbar gut!", an der sich der ABSV aktiv beteiligt hat. Im Rahmen der Kampagne haben wir kleine Anfragen an Politiker zur Ausstattung der E-Fahrzeuge der Landesregierung und der landeseigenen Betriebe mit einem Warngeräusch initiiert, Infomaterialien erstellt und verteilt, mit Herstellern und Carsharing-Unternehmen korrespondiert und diverse Pressemitteilungen verschickt. Besonders freuen wir uns, dass sieben Verbände und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat die Forderungen des DBSV und seiner Landesvereine unterstützen. 

Auch nach Kampagnenende wird uns das Thema weiterhin beschäftigen. Gelegenheiten, um auf die Notwendigkeit von Warngeräuschen bei E-Fahrzeugen hinzuweisen, gibt es viele – in Gesprächen mit Politikern und Behindertenbeauftragten auf Landes- und Bezirksebene ebenso wie in den Diskussionen in den Behindertenbeiräten und diversen Arbeitskreisen.

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro