ABSV-Info 37/2020 - Ausgangsbeschränkung und Ausweispflicht / Warnung vor Haustürbetrug

Montag, 23. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser, 

Bund und Länder haben gestern (22. März) weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes sollen auf ein Minimum begrenzt werden. Nach den neuen Reglungen des Berliner Senats darf man zwar weiterhin seine Wohnung verlassen, allerdings nur mit maximal einer Begleitperson, soweit es nicht die eigene Familie oder Wohngemeinschaft ist. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern gilt überall, außerdem Ausweispflicht. 

Wie kommen Sie mit der Situation klar? Schreiben Sie uns gern Ihre Erfahrungen und melden Sie sich bitte, wenn Sie Unterstützung benötigen. 

Tel. 030 895 88-0, E-Mail: info@absv.de  

Warnung vor Haustürbetrug 

Leider sind derzeit verstärkt kriminelle Banden unterwegs, die die momentane Situation ausnutzen, um unter Vortäuschung falscher Tatsachen Geld und Wertsachen zu erbeuten. 

Seien Sie vorsichtig, wenn fremde Menschen an Ihrer Tür klingeln, die sich beispielsweise als „Mitarbeitende aus dem Gesundheitsamt“ ausgeben, um einen flächendeckenden Corona-Test durchzuführen. Glauben Sie das nicht! Es gibt keine unangekündigten oder flächendeckenden Tests in Berlin. Tests finden immer nur nach vorheriger Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt statt. Getestet wird zudem nur, wer bestätigten Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte oder in einem Risikogebiet war und Symptome wie Husten, Fieber und Atembeschwerden zeigt. 

Auch unter anderen Vorwänden versuchen sich Betrüger Zugang zu den Wohnungen zu verschaffen. Bekannt ist der „Enkeltrick“, bei dem ein angebliches Enkelkind dringend Geld braucht. Oder es stehen „Handwerker“ vor der Tür, die die Einhaltung der Rauchmelderpflicht kontrollieren wollen. Seien Sie misstrauisch, wenn „Polizisten“ anrufen, die vor bevorstehenden Einbrüchen warnen und anbieten, größere Geldbeträge, Schmuck oder Ähnliches zur Sicherheit aufzubewahren. In der Regel erfolgen diese Anrufe mit unterdrückten Nummern.

Was ist zu tun? 

Gehen Sie den Betrügern nicht auf den Leim, sondern öffnen Sie die Tür nur Personen, die Sie kennen. Rufen Sie die Polizei an, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie es mit Betrügern zu tun haben. Lassen Sie sich dazu am besten rechtzeitig die Telefonnummer des für Sie zuständigen Polizeiabschnitts geben, damit Sie diese im Ernstfall zur Hand haben und rund um die Uhr erreichen können. Bei der Zentrale der Landespolizei­direktion erfahren Sie die Kontaktdaten Ihres Polizeiabschnitts bei Nennung Ihrer Anschrift:
Tel. 030 46 64-0 (7:00 - 15:00 Uhr)
In Notfällen ist jedoch der Notruf 110 immer die erste Wahl!  

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

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