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Zuletzt geändert: 
17. April 2019 - 16:54

Aktueller Newsletter:

ABSV-Info 154/2021 - Gelbe Karte zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am 3. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Wir nehmen aus diesem Anlass erneut das Problem der E-Roller ins Visier. 

In einem Schreiben an die Ordnungsämter der Berliner Bezirke und an die Beauftragten der Menschen mit Behinderung im Land Berlin und in den Berliner Bezirken haben Joachim Günzel und Dr. Verena Staats darauf hingewiesen, dass die Abstellsituation der E-Scooter eine erhebliche Verletzungsgefahr für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen darstellt. Von den Ordnungsämtern erwartet der ABSV ein konsequentes Einschreiten gegen sperrig abgestellte Fahrzeuge auf dem Gehweg. Darüber hinaus fordert der ABSV die unverzügliche und großflächige Schaffung sicherer und klar definierter Abstellplätze jenseits der Gehwege.  

Mit unserer Aktion „Gelbe Karte für Falschparker“ haben wir für eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien und in der Bevölkerung gesorgt. Die Karten haben wir bereits mehrfach nachgedruckt. Unterstützt werden wir von der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, die nach unserer Vorlage ebenfalls gelbe Karten gedruckt und verteilt hat und außerdem mit einem Plakat mit Abbildungen falsch geparkter E-Roller auf das Problem aufmerksam macht. Ähnliches plant die Seniorenvertretung Friedrichshain-Kreuzberg. Aus den ursprünglich geplanten 1.000 gelben Karten sind in Berlin inzwischen über 10.000 geworden. Auch in anderen Bundesländern finden mittlerweile Gelbe-Karten-Aktionen statt.

Was können Sie tun, wenn Sie falsch geparkten Fahrzeugen auf dem Gehweg begegnen? 

Gelbe Karte verteilen:
Wenn Sie gelbe Karten verteilen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail unter: presse[at]absv.de

Ordnungsamt informieren:
Melden Sie falsch abgestellte E-Roller und andere Fahrzeuge auf dem Gehweg dem Ordnungsamt. Räumen Sie wegen der Verletzungsgefahr die Fahrzeuge bitte nicht selbst aus dem Weg!

Hier finden Sie die Telefonnummern der Berliner Ordnungsämter (Angaben laut Internet):
- Charlottenburg-Wilmersdorf: Tel. 030 902 92 90 00
- Friedrichshain-Kreuzberg: Tel. 030 902 98 22 46
- Lichtenberg: Tel. 030 902 96 43 10
- Marzahn-Hellersdorf: Tel. 030 902 93 65 00
- Mitte: Tel. 030 901 82 20 10
- Neukölln: Tel. 030 902 39 66 99
- Pankow: Tel. 030 902 95 62 44
- Reinickendorf: Tel. 030 902 94 29 33
- Spandau: Tel. 030 902 79 30 00
- Steglitz-Zehlendorf: Tel. 030 902 99 46 31
- Tempelhof-Schöneberg: Tel. 030 902 77 34 60
- Treptow-Köpenick: Tel. 030 902 97 46 29

Unfall melden:
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und weitere Organisationen haben zur Woche des Sehens zehn Tipps veröffentlicht, wie man sich als Opfer eines E-Roller-Unfalls richtig verhält. Die Tipps wurden von der rbm (Rechte behinderter Menschen) gGmbH, der Rechtsberatungsgesellschaft des DBSV, zusammengestellt, siehe auch: www.woche-des-sehens.de/e-roller 

- Unfallaufnahme durch die Polizei;
- Erbitten von fremder Hilfe;
- Beweissicherung! Lassen Sie das Verleihunternehmen (Farbe, Aufschrift) und das kleine Versicherungskennzeichen (3 Zahlen, 3 Buchstaben) am Heck des E-Rollers feststellen!
- Beweisfotos – etwa per Handy – anfertigen bzw. anfertigen lassen;
- Kontaktdaten der Zeuginnen und Zeugen sichern;
- Beschreibung der Körper- und Sachschäden;
- Genaue Dokumentation des Sachverhalts;
- Information der eigenen Versicherungen (Unfallversicherung, Krankenversicherung, Berufsgenossenschaft;
- Kontakt zum Blinden- und Sehbehindertenverband aufnehmen;
- Bei Bedarf rechtliche Beratung durch die rbm in Marburg in Anspruch nehmen,
Tel. 06421 948 44-90 oder -91 (Dr. Michael Richter).

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit 

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