P wie Poller

 

 

 

 

Das Problem:

Auf Berlins Gehwegen stehen viele Poller, die eigentlich der Sicherheit von Passanten dienen sollen. Leider können Menschen mit Sehproblemen die Hindernisse schlecht oder gar nicht erkennen, da sich diese farblich kaum von der Umgebung unterscheiden, die meisten der überdimensionalen „Metalldübel“ sind einfach nur grau.

Unsere Forderung:

Mit einer bestrickenden Aktion hat sich der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) am diesjährigen bundesweiten Sehbehindertentag um den 6. Juni herum beteilt.

Mit rot-weißen "Pollermützen" hat der Verein darauf aufmerksam gemacht, dass eine kontrastreiche Gestaltung von Pollern vor Unfällen schützt.

Wir möchten mit der Aktion erreichen, dass Poller auf Gehwegen eine deutlich sichtbare Markierung erhalten, damit sich sehbehinderte Menschen ebenso wie Seniorinnen und Senioren sicher auf Gehwegen bewegen können.

Ergebnisse:

  • In allen Berliner Bezirken wurden vom 1. bis 11. Juni grauen Pollern rot-weiße Wollmützen aufgesetzt. Zahlreiche blinde und sehbehinderte Menschen, ihre Freunde und Familien haben sich daran beteiligt. Mit Unterstützung der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Landes Berlin und der Bezirke fanden Aktionen vor vielen Rathäusern unter Beteiligung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Stadträtinnen und Stadträten sowie Mitgliedern der Behindertenbeiräte statt.
  • Mit den Hashtags #PollerRotWeiß #Sehbehindertentag und #Pollermützen haben wir in den sozialen Medien auf die Problematik hingewiesen und große Resonanz erzielt.
  • Auch der rbb sowie mehrere Tageszeitungen haben berichtet.
  • Der Vorsitzende und die Geschäftsführerin des ABSV haben sich im Anschluss an die Aktion bei den Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Landes Berlin und der Bezirke für die Unterstützung bedankt und nachdrücklich darum gebeten, sich für eine kontrastreiche Markierung von grauen Pollern auf gehwegen einzusetzen.
  • Erste konkrete Umsetzung der Aktion: Das Bezirksamt Mitte wird bei allen neuen Pollern auf eine kontrastreiche Markierung achten. Unklar ist noch der Umgang mit dem Altbestand.

Impressionen:

Die folgenden Bilder belegen, dass wir beim Aufsetzen von rot-weißen Pollermützen breite Unterstützung erhalten haben. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Initiative zum Sehbehindertentag 2021

 

 

 

 

 

  • Bild 1: Rathaus Reinickendorf: Regina Vollbrecht, Beauftragte für Menschen mit Behinderung des Bezirkes Reinickendorf, Dr. Peter Bobien, Mitglied des Behindertenbeirates und Sozialstadtrat Uwe Brockhausen (von links nach rechts)
  • Bild 2: S- und U-Bahnhof Pankow: Dr. Verena Staats, Geschäftsführerin des ABSV, Birgit Martini, Silja Korn (beide Mitglieder im ABSV), Detlef Thormann, Behindertenbeauftragter des Bezirkes Pankow von Berlin
  • Bild 3: Rotes Rathaus: Christine Braunert-Rümenapf, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung (links), Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer, Landesvorsitzende Sozialverband Deutschland - SoVD (zweite von links) sowie Vertreterinnen und Vertreter des ABSV und der Berliner Niederlassung von Discovering Hands 
  • Bild 4: Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz: Manuela Myszka, stellvertretende Vorsitzende des ABSV, Eileen Moritz, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf, und Franz Rebele, Sehbehindertenbeauftragter des ABSV (von links nach rechts)

 

 

 

 

 

  • Bild 5: Rathaus Neukölln: Bezirksbürgermeister Martin Hikel  (vorn) mit Mitgliedern des ABSv und der Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg von ProRetina
  • Bild 6: Rathaus Lichtenberg: Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Annika Möller, Mitarbeiterin der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung
  • Bild 7: Rathaus Schöneberg: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler
  • Bild 8: Köpenicker Altstadt: Stefan Schaul, Bezirksbeauftragter für Menschen mit Behinderung des Bezirkes Treptow-Köpenick (links) und Mitglieder des ABSV
Zuletzt geändert: 
28. Juni 2021 - 15:01