Braille-Lesung des Berichts von Elsbeth und Erich Frey


18:00 Uhr
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt

Der jüdische Bankangestellte Erich Frey lebte mit seiner Frau Elsbeth und den Töchtern Liselott und Marie Anne in Berlin. Nachdem Erich Frey erblindete, musste seinen Beruf aufgeben und arbeitete ab 1940 in der Blindenwerkstatt Otto Weidt.

Den Töchtern war noch 1939 die Flucht aus Deutschland gelungen. Dem Ehepaar Frey gelang es nicht, ihren Kindern ins Ausland zu folgen. Um die Töchter über das Leben ihrer Eltern in Deutschland zu informieren, verfasste Erich Frey mit Unterstützung seiner Frau Elsbeth im Frühjahr 1942 einen zwölfseitigen Bericht über ihr Leben im nationalsozialistischen Deutschland. Elsbeth und Erich Frey wurden im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

In dem Buch: „Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein.“ veröffentlichte Kurt Schilde den Bericht von Elsbeth und Erich Frey sowie seine ausführlichen Forschungsergebnisse zur Geschichte der Familie. Kurt Schilde, Soziologe und promovierter Historiker, verstarb 2025.

Auszüge aus diesem Bericht lesen an diesem Abend Christel Jung, Roswitha Röding und Sascha Di Benedetto. Sie lesen die Texte in Braille-Schrift.

Ort

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Rosenthaler Str. 39
10179 Berlin

Anfahrt

S-Bahn oder Tram M1, M4, M5 oder M6 bis Hackescher Markt, U-Bahn U8 bis Weinmeisterstraße

Anmeldung

Telefon: 030 28 59 94 07
E-Mail: veranstaltung@museum-blindenwerkstatt.de

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