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ABSV-Info 104/2019 – Protestaktion am 15. Oktober, dem Internationalen Tag des Weißen Stocks

Liebe Leserinnen und Leser, 

die Woche des Sehens ist mit vielen Veranstaltungen im vollen Gange. Den Abschluss bildet der Internationale Tag des weißen Stockes am 15. Oktober. Diesen Tag nutzen wir in diesem Jahr, um an den bundesweiten Protesten gegen gefährliche, lautlose Elektrofahrzeuge teilzunehmen. Unterstützt werden wir in Berlin durch Fuss e. V. 

Dienstag, 15. Oktober, 16:00 Uhr vor dem Roten Rathaus
(Nähe S- und U-Bahnhof Alexanderplatz; Busse 200, 300 bis Berliner Rathaus)  

Vielen Dank an alle, die sich bereits zur Protestaktion angemeldet haben. Weitere Teilnehmende sind herzlich willkommen. 

Anmeldung: Tel. 030 895 88-123, E-Mail: presse[at]absv.de 

Wer vom S- und U-Bahnhof Alexanderplatz zum Roten Rathaus begleitet werden möchte, gibt das bitte bei seiner Anmeldung an. 

Für die Aktion hat das DBSV-Organisationsteam Handzettel und Plakate in verschiedenen Formen und Größen erarbeitet, die wir in Form einer „Mahnwache“ hochhalten werden. Einige Plakate haben die Form von großen Ohren, um das Hörbarmachen zu verdeutlichen.

Die Plakate haben die Aufschriften:

  • "Elektrisch fahren tut hörbar gut!"
  • Keine öffentlichen Mittel für E-Fahrzeuge ohne Warngeräusch!
  • AVAS: Ein Warngeräusch kann Leben retten!
  • Verkehrssicherheit für alle!
  • Ein bisschen Brumm bringt dich nicht um!
  • Elektrisch fahren – aber sicher!
  • Kein E-Fahrzeug ohne Warngeräusch!
  • Verkehrssicherheit ernst nehmen, AVAS einbauen!
  • Elektrisch fahren tut hörbar gut!
  • Wir sind ganz Ohr für E-Fahrzeuge!
  • E-Autos – lasst von euch hören!
  • Wer nicht sehen kann, muss hören!
  • E-Autos Gehör verschaffen!
  • E-Fahrzeuge hörbar machen!

Hintergrund:

Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für Fußgänger und Radfahrer eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Ab Juli 2021 müssen deshalb alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ein Warngeräusch von sich geben. Das Problem jedoch ist, dass jedes Fahrzeug, das bis dahin ohne die entsprechende Technik ("Acoustic Vehicle Alerting System" – AVAS) auf unsere Straßen kommt, dauerhaft lautlos fahren und so zu einem gefährlichen Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos beitragen wird.   

Vor diesem Hintergrund fordern der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine Landesvereine gemeinsam mit sechs weiteren Organisationen und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat unter dem Motto "Elektrisch fahren tut hörbar gut!" den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Alle Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.dbsv.org/emobi.html

Als vorläufiger Höhepunkt der Aktivitäten sind bundesweit Aktionen in der Woche des Sehens geplant. Auch der ABSV ist dabei und richtet politische Forderungen an "öffentliche Groß-Beschaffer". Gemeint sind Verwaltungen, Betriebe und Dienststellen des Landes Berlin und der Bezirke, aber auch Autovermieter und Carsharing-Unternehmen. Wir fordern diese auf, ihrer Verantwortung hinsichtlich der Verkehrssicherheit gerecht zu werden und alle Fahrzeuge – also anzuschaffende oder bereits angeschaffte Busse des ÖPNV, Dienstfahrzeuge etc. – mit einem AVAS auszustatten. 

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro